Die Ameninger engagieren

Vorfürung eines mittelalterlichen Hufbeschlags

 

Die Vorführung dauert etwa eine Stunde und beginnt mit dem Anzünden des Schmiedefeuers. Natürlich auf mittelalterliche Weise: Mit einem Stück Stahl und Feuerstein werden Funken geschlagen und mit Zunder und Heu zur kleinen Flamme geblasen.

 

Während die neuen Eisen unter fleissigem und kräftigem Betätigen des Blasebalgs in der Feldesse glühend heiss werden, wird das Pferd herbeigeführt, der Schmied nimmt die alten Eisen ab und bereitet die Hufe für den Neubeschlag vor.

 

Dann wird es spannend: Die glühenden Eisen werden auf die Hufe gedrückt, der Schmied macht letzte Anpassungen, so lange sie noch heiss sind und wirft sie dann ins kalte Wasser. Es zischt, raucht und riecht wie in alten Zeiten. Vielleicht ist dies der Grund, warum ein Hufbeschlag viele Zuschauer magisch anzieht?

 

Weil ein Hufbeschlag wegen des Hufwachstums nur etwa alle sechs Wochen gemacht werden kann, ist eine entsprechend lange Vorausplanung erforderlich.

 

Unser Hufschmied hat seinen Beruf natürlich erlernt und übt ihn auch in  heutiger Zeit aus.

 

Mittelalterlicher Hufbeschlag (England, 13. Jhd)
Mittelalterlicher Hufbeschlag (England, 13. Jhd)